12. Juli 2021

Soziale Medien Wahlkampf: Diese Netzwerke sind für PolitikerInnen relevant

Viele Politiker und Politikerinnen nutzen Twitter. Andere schwören auf Instagram und Facebook. Wieder andere sind plötzlich auf LinkedIn unterwegs oder probieren sich auf TikTok aus. Aber welche soziale Medien sind eigentlich für die Politik und vor allem im Wahlkampf geeignet? Und anhand welcher Kriterien kann man die für sich richtigen soziale Medien auswählen? All das werden wir in diesem Blogartikel klären.

Achtung: Wer die besten Social Media Inhalte postet, aber leider auf einer Plattform, auf der die Zielgruppe nicht unterwegs ist, der wird im Wahlkampf erfolglos bleiben.

>> Welche Vorteile Social Media im Wahlkampf hat >> Welche Tipps wir für den Social Media Wahlkampf haben >> Welcher Social Media Typ du bist und wie du deine Skills optimieren kannst?

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Welche sozialen Medien sind im Wahlkampf relevant?

Facebook:

Facebook ist die nutzerstärkste Social Media Plattform unter den sozialen Netzwerken! Mit ca. 32 Millionen Nutzern allein in Deutschland lässt sie Instagram, LinkedIn, Twitter und TikTok weit hinter sich. Das spricht natürlich zunächst dafür, deine politische Social Media Präsenz auf Facebook aufzubauen. Die Nutzermenge ist aber nicht alleine entscheidend: Die Zielgruppe spielt auch eine zentrale Rolle.

73% der Nutzer und Nutzerinnen sind 30+ Jahre alt. Facebook eignet sich also insbesondere als Social Media Plattform im Wahlkampf, wenn du vor allem ältere Personen ansprechen möchtest und dein Fokus nicht auf Jugendlichen und ErstwählerInnen liegt. Ein wichtiger Aspekt des Netzwerks sind die sogenannten Facebook Gruppen, in denen sich oft ortsbezogen Personen zu bestimmten Themen zusammenfinden. Solche lokalen Gruppen können dann je nach Wahlkreis sehr gut eingesetzt werden, um mit den Personen vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Durch die extrem hohen Nutzerzahlen in Deutschland, gehört es auf jeden Fall zu den sozialen Medien, die in Deutschland für einen online Wahlkampf relevant sind.

Instagram:

Seit 2010 steht diese Social Media Plattform, auf der mittlerweile allein in Deutschland knapp 21 Millionen monatlich aktive Nutzer ihren Content in privaten oder öffentlichen Profilen teilen und Follower generieren. Bereits seit 2012 übernahm Facebook Instagram. Somit gehören beide Plattformen zum selben Konzern und bieten dir gerade in einem stressigen Wahlkampf einige Synergien.

Schauen wir uns die Zielgruppe von Instagram an: 38% der Nutzer sind zwischen 13 und 24 Jahre alt. Hier erkennst du, dass der Fokus im Bereich der jüngeren bis mittleren Generation liegt. Im Vergleich zu Facebook erreichst du also auf Instagram weniger ältere Menschen.

Instagram gehört außerdem zu den sozialen Netzwerken, die am stärksten wachsen. Hier liegt also auch weit über die Bundestagswahl hinaus zukünftig noch sehr viel Potenzial.

LinkedIn

LinkedIn ist DAS soziale Business-Netzwerk. Als Kommunikationskanal wird er von deutschen PolitikerInnen aktuell leider häufig vernachlässigt.

PolitikerInnen, die potenzielle WählerInnen über Social Media erreichen möchten und gleichzeitig einen qualitativ hochwertigen Austausch erzielen möchten, sollten sich auf jeden Fall ein LinkedIn Profil zulegen. Im Vergleich zu Plattformen wie Instagram oder Facebook, die oft mit Fake News und Hasskommentaren konfrontiert werden, findet auf LinkedIn meistens ein sachlicher und konstruktiver Austausch statt.

Besonders geeignet ist das Netzwerk für PolitkerInnen, die Unternehmen, Führungskräfte und Co. erreichen möchten und ihr professionelles Netzwerk erweitern möchten.

Twitter

Bekannt geworden ist das soziale Netzwerk durch seine 140 Zeichen langen Nachrichten, die mit einem Hashtag in Echtzeit gepostet werden. Seit 2017 erlaubten Twitter 280 Zeichen im Text. Laut einem Test sind NutzerInnen aktiver, wenn sie nicht so schnell an eine Zeichengrenze stoßen. Zusätzlich zum Text können Bilder, GIF´s, Videos und Umfragen gepostet werden, die für mehr Interaktion sorgen.

Auf den sozialen Medien sind allerlei Personen unterwegs. Der große Vorteil von Twitter im Wahlkampf ist, dass dort sehr viele Journalisten und Journalistinnen und Personen aus dem Medienbereich unterwegs sind. Das Ziel für Parteien und politische NutzerInnen ist also Tweets mit einem Nachrichtenwert zu posten. Journalisten, als Multiplikatoren, sollen den Input weiterverarbeiten und eine Nachricht in den Massenmedien daraus machen.

Soziale Netzwerke: Welche sind für deinen Wahlkampf die richtigen?

Es gibt verschiedene Kriterien, die dabei helfen die passenden sozialen Medien zu wählen. Besonders wichtig ist es zum einen deine Ziele und die eigene Zielgruppe im Auge zu behalten. Zugleich aber auch die Stärken und Zielsetzungen der verschiedenen sozialen Medien zu berücksichtigen. Wer beispielsweise gerne längere Texte verfasst, der sollte sich überlegen, ob Twitter wirklich das richtige Netzwerk ist. Stelle dir am besten folgende Fragen:

  • Wie viel Zeit kann ich pro Netzwerk aufbringen?
  • Welche demografischen Merkmale hat meine Zielgruppe und welche sozialen Medien haben eine dazu passende Nutzerstruktur?
  • Möchte ich die Möglichkeit haben, Social Media Werbung zu schalten?
  • Ist mein Ziel direkt Wähler und Wählerinnen zu erreichen, oder möchte ich Multiplikatoren und Unternehmen erreichen?

Hier kommt eine Übersicht über wichtige Unterschiede der vier Plattformen:

Soziale Medien im Wahlkampf sind ein absolut wichtiger Teil einer ganzheitlichen Kommunikationsstrategie. Gerade durch die Pandemie ist es umso wichtiger, sich auf den sozialen Medien so zu präsentieren, dass Wähler und Wählerinnen Einblicke in den politischen Alltag und die politischen Forderungen und Hintergründe bekommen.

Weitere konkrete Tipps und Anregungen findest du in unserer brandneuen PDF-Checkliste für Social Media. Dort gehen wir explizit darauf ein, wie du schnell mehr Bekanntheit auf Social Media erlangen kannst.

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