25. August 2023

Fachkräftemangel im öffentlichen Sektor: Wie Kommunen als Arbeitgeber attraktiv werden

Schon heute spüren Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im öffentlichen Dienst sowie die kommunalen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen die Herausforderungen des Fachkräftemangels. In der Verwaltung und bei kommunalen ArbeitgeberInnen hat sich der Arbeitsmarkt verändert.

Bereits jetzt wird von einer Personallücke in Höhe von 730.000 Beschäftigten gesprochen. Öffentliche Aufgaben und vor allem die sogenannten „freiwilligen“ Aufgaben können immer schwerer erbracht werden. Das wird sich mittelfristig auf die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger auswirken.

Die Gründe für die zunehmende Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt sind vielfältig. Da sind zum einen der demografische Wandel und die Alterung der bisherigen Belegschaft, und zum anderen das schlechte Image von Arbeiten im öffentlichen Dienst zu nennen. Die Konkurrenz, vor allem in der Privatwirtschaft, ist groß.

Der Bedarf an modernem Personalmanagement nimmt daher zwangsläufig zu. Dazu zählt die Entwicklung einer starken Arbeitgebermarke, die sich positiv von der Privatwirtschaft differenzieren kann. Weiterhin ist es wenig zielführend, diese Arbeitgebermarke auf Plattformen zu präsentieren, auf denen sich die Zielgruppe überhaupt nicht aufhält.

Dazu gehören versteckte kommunale Karriereportale, Stellenanzeigen in der Zeitung oder auch an öffentlichen Plätzen. Nein, Social Media gilt aktuell als das aussichtsreichste Recruiting-Instrument und muss dementsprechend zwingend in den Recruiting-Prozess aufgenommen werden.

Kommunen als attraktiver Arbeitgeber

In diesem Blogbeitrag erzählen wir dir in drei Schritten, was du brauchst, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Wir zeigen dir, wie du daraus eine erfolgreiche Arbeitgebermarke entwickelst und diese schließlich auf Social Media präsentierst.

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Fachkräftemangel

Was macht für junge Menschen ein attraktiver Arbeitgeber aus?

Eine Studie hat klare Kriterien für die Wahl des Arbeitsplatzes bei den Generationen Y und Z herausgestellt. Kommunale Arbeitgeber sollten diese Kriterien bei der Ausschreibung von Stellen und dem Aufbau ihrer Arbeitgebermarke berücksichtigen.

Freude bei der Arbeit

Die jungen Nachwuchskräfte in Deutschland gaben am häufigsten an, dass sie sich vor allem Freude bei der Arbeit wünschen. Genau hier können die Verwaltung und die Arbeitgeber im kommunalen Sektor ansetzen. Kein anderer Arbeitgeber bietet ein so breites Spektrum an verschiedenen Berufsfeldern, wodurch viele Interessen abgedeckt werden können.

Arbeitsplätze gibt es in Bereichen wie Wissenschaft, Finanzen, Pflege, Handwerk und Technik. Auch im Außendienst vor Ort, beispielsweise in der Forstwirtschaft, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Allerdings werden diese vielfältigen beruflichen Facetten des öffentlichen Dienstes nicht ausreichend an die Nachwuchskräfte vermittelt.

Zu einer erfreulichen Arbeit gehören außerdem verbesserte Arbeitsbedingungen. Hierzu gehören unter anderem maximale Flexibilität, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Option für Homeoffice.

Ein sicherer Job

Ein weiterer Punkt, der genannt wurde, ist die Jobsicherheit. Diesen Aspekt können kommunale Arbeitgeber aufgrund des Lebenszeitprinzips hervorragend für sich ausnutzen. Hier können im Vergleich zur freien Wirtschaft Pluspunkte gesammelt werden.

Diverse Umfragen unter Studierenden zeigen auch, dass sie in einem Beruf arbeiten möchten, der einen greifbaren Sinn hat. Das Personalmarketing sollte den öffentlichen Dienst stärker als Dienst am Gemeinwohl in den Fokus rücken. Der Wunsch nach einem angenehmen Betriebsklima mit aktivem Gesundheitsmanagement und der Förderung des Miteinanders durch betriebliche Veranstaltungen sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Attraktive Vergütungsmodelle und Aufstiegsmöglichkeiten

Weitere wichtige Kriterien bei der Berufswahl, insbesondere für Akademikerinnen und Akademiker, sind attraktive Vergütungsmodelle und vielversprechende Aufstiegs- und Karrierechancen.

Angemessene Gehaltsstrukturen sind besonders im öffentlichen Dienst oft ein kritischer Punkt. Besonders in MINT-Berufen oder bei Führungspositionen können die Gehälter der kommunalen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen nicht mit der Privatwirtschaft mithalten. Auch die Verhandlungsspielräume sind begrenzt. Hier bedarf es Anpassungen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Viele wissen jedoch nicht, dass gerade in den unteren und mittleren Hierarchieebenen die Gehälter im kommunalen Bereich häufig höher ausfallen als in der Privatwirtschaft. Dieser Aspekt sollte ebenfalls im Personalmarketing berücksichtigt werden.

Es besteht auch Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Aufstiegschancen und Karriereperspektiven im kommunalen Sektor. Dies könnte beispielsweise durch Fort- und Weiterbildungen sowie die Förderung interner Talente erreicht werden. Die Privatwirtschaft ist oft flexibler und mobiler in Bezug auf Karrierewege. Im öffentlichen Bereich sind Aufstiegsmöglichkeiten oft an spezifische Qualifikationen gebunden, und die Ausübung bestimmter Tätigkeiten unterliegt häufig gesetzlichen Vorgaben bezüglich der Karrierewege. Dies kann die Einsatzmöglichkeiten erheblich einschränken.

attraktiver Arbeitgeber

Entwicklung einer attraktiven Arbeitgeber-Marke

Zur innovativen Personalgewinnung und -bindung gehört gezieltes Employer Branding unbedingt dazu.

Je kreativer und attraktiver du deine Arbeitgebermarke gestaltest, desto wahrscheinlicher ist es, dass potenzielle Bewerber und Bewerberinnen deine Stellenanzeige auf deiner Website besuchen. Inhalte zu Themen wie Arbeitskultur, Arbeitsalltag und Unternehmenswerte sind ein wichtiger Bestandteil bei der Entscheidungsfindung von Bewerbern.

Bewerber und Bewerberinnen, die sich für einen Job bei dir als Employer interessieren, möchten wissen, wie es hinter den Kulissen aussieht. Binde dafür deine Mitarbeitenden in deine Employer Branding Strategie mit ein.

In einer Zeit der übermäßigen und allgegenwärtigen Werbung vertrauen wir am meisten auf die Meinung anderer Menschen.

Die Digitalisierung und die wachsende Bedeutung von Social Media unterstützen dich dabei, diese Aspekte deiner Marke an die Zielgruppe zu vermitteln. Zukünftige Mitarbeiter haben die Möglichkeit, deine Beiträge zu verfolgen, noch bevor sie über eine Bewerbung nachdenken. Dadurch steigt ihr Interesse, Teil deines Unternehmens zu werden.

Auch deine Unternehmenskultur profitiert von Employer Branding in den sozialen Medien. Bereits angestellte Mitarbeiter binden sich eher an eine starke Arbeitgebermarke.

Zusätzlich können auch verschiedene Offline-Maßnahmen deine Attraktivität erhöhen, wie beispielsweise die Bereitstellung von mehr Praktikumsangeboten. Bisher haben nur 11,9 % der Befragten, die mindestens ein Praktikum absolviert haben, dies im öffentlichen Dienst getan, obwohl dieser der größte Arbeitgeber in Deutschland ist. Allerdings gaben 90,0 % derjenigen, die ein Praktikum im öffentlichen Dienst gemacht haben, an, dass dies ihre Motivation gesteigert hat, dort zu arbeiten.

Dies bietet kommunalen Arbeitgebern einen guten Grund, vermehrt attraktive Praktikumsplätze anzubieten und diese entsprechend zu bewerben. Auf diese Weise erhalten Nachwuchskräfte eine praxisnahe Einführung, die, wenn sie gut gestaltet ist, überzeugen kann.

Employer Branding auf Social Media

Soziale Medien im modernen Recruiting-Prozess

Unsere Erfahrung zeigt, dass viele kommunale Arbeitgeber zu stark auf passives Recruiting setzen. Sie sprechen potenzielle Bewerberinnen und Bewerber nicht aktiv an, sondern warten lieber ab.

Wusstest du, dass 80% deiner potenziellen neuen Mitarbeitenden derzeit nicht aktiv nach einem neuen Job suchen? Viele Fachkräfte sind zwar unzufrieden mit ihrer aktuellen Stelle, befinden sich jedoch noch nicht aktiv auf Jobsuche. Andere sind zwar grundsätzlich zufrieden, würden aber dennoch nicht ablehnen, wenn ein besseres Angebot käme.

Nutze diese Gelegenheit. Begegne ihnen in ihrer Unzufriedenheit. Warte nicht bis zum Juni, nur weil dann vielleicht eine neue Stelle zu besetzen ist. Als einzelne kommunale Verwaltung magst du nicht über die Ressourcen für den entsprechenden Aufwand verfügen? Dann arbeite mit anderen im öffentlichen Sektor zusammen und erhöht gemeinsam eure Sichtbarkeit. Eine übergeordnete Kampagne des gesamten öffentlichen Dienstes in deiner Kommune könnte hierbei helfen.

Trete unzufriedenen Fachkräften dort entgegen, wo sie die meiste Zeit verbringen – in den sozialen Medien. Schließlich verbringen wir heutzutage mehrere Stunden täglich auf Plattformen wie Instagram und Co., insbesondere die jüngeren Zielgruppen. Weitere Informationen darüber, welche Zielgruppen auf welchen Social Media Kanälen angesprochen werden, findest du in diesem Beitrag.

Erreiche Personen, die derzeit bei der Konkurrenz beschäftigt sind, mit zielgerichteten Posts und Werbeanzeigen, die dank der Datenerhebung der sozialen Plattformen gezielt bei potenziellen Mitarbeitenden platziert werden.

So hat beispielsweise unser Kunde Link Garten- und Landschaftsbau seine Stellenanzeigen auf Social Media umgesetzt.

Social Media Stellenanzeigen

Weitere Vorteile eines Recruiting-Prozesses über Social Media sind die klaren und messbaren Erfolge, die schnelle und kostengünstige Umsetzung, die Stärkung des Images und der Arbeitgebermarke sowie schnelle und unkomplizierte Bewerbungsverfahren.

Lange Anschreiben, umfangreiche Lebensläufe und ähnliches gehören der Vergangenheit an! Setze stattdessen auf ein einfaches, mobiles Bewerberformular, das in wenigen Minuten bequem vom Smartphone aus ausgefüllt werden kann.

Über ein Drittel der Menschen bevorzugt eine mobile Bewerbungsmöglichkeit, weil sie zeitsparend ist und sich problemlos unterwegs erledigen lässt. Im Gegensatz dazu erfordern viele Websites oder Stellenanzeigen auf Jobbörsen manuelle Anpassungen, um auf mobilen Endgeräten richtig dargestellt zu werden.

Das verhält sich anders auf sozialen Netzwerken. Da alle Plattformen eigene Apps anbieten, werden Inhalte automatisch auf das jeweilige Netzwerk zugeschnitten und korrekt dargestellt. Dadurch sparst du viel Arbeit und kannst deine Anzeigen ohne zusätzlichen Aufwand veröffentlichen!

Du willst mehr über eine erfolgreiche Jobsuche via Social Media erfahren? Dann lies jetzt unseren brandneuen 0€ Social Media Guide für die Mitarbeitergewinnung im öffentlichen Sektor.

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