13. März 2024

Social Media im Wahlkampf mit diesen Phasen

Nicht nur während der Legislaturperiode, sondern natürlich auch im Wahlkampf, solltest du Social-Media-Plattformen für deine politische Kommunikation nutzen.

Gerade im Jahr 2024 müssen für die Europawahl und zahlreiche Landtags- und Kommunalwahlen Wählerinnen und Wähler gewonnen werden.

Es ist wichtig und erfolgsentscheidend, dass du dir rechtzeitig eine Strategie für Facebook, Instagram sowie die anderen Social-Media-Netzwerke zurechtlegst.

Gerade für Politiker und Politikerinnen sowie für die Parteien ist es zusätzlich ratsam, den Wahlkampf auf Social Media in verschiedene Phasen zu unterteilen.

Da wir häufig Anfragen von Personen bekommen, die an einem Wahlkampf teilnehmen wollen oder sich perspektivisch aufstellen wollen, haben wir einen Fahrplan entwickelt, dem sich die Parteien und Politikerinnen entlanghalten können.

Social Media im Wahlkampf

1 Vor der Nominierung für den Wahlkampf

Diese Phase beginnt etwa zwölf bis 18 Monate vor einer Wahl, denn Social Media braucht Zeit. Es wird nicht funktionieren, wenn du jetzt beispielsweise vier Wochen vor einer Landtagswahl mit Social Media um die Ecke kommst und dann sagst: „Hey, ach Gott, da war doch irgendwas mit Social Media.“ Das ist einfach zu spät.

Zu diesem Zeitpunkt sind deine Konkurrentinnen und Konkurrenten bereits links und rechts an dir vorbeigezogen.

Auch für die interne Nominierung in der Partei kann eine gute Social-Media-Präsenz vorteilhaft sein. Je größer deine Reichweite in den sozialen Medien ist, desto interessanter und „wichtiger“ wirst du für die Parteien. Schließlich stellst du der gesamten Partei einen Touchpoint zur Verfügung, mit dem sie die Wählerinnen und Wähler erreichen können.

Selbst wenn du dann bei der aktuellen Wahl, die du jetzt im Kopf hast, vielleicht doch nicht aufgestellt wirst, ist es eigentlich nie falsch, in dein Wissen über Social Media im politischen Bereich investiert zu haben. Die nächste Wahl wird kommen.

Dann lässt du dich eben bei der nächsten Wahl noch einmal aufstellen oder unterstützt jemand anderen bei der Wahl.

Wir empfehlen, zu diesem Zeitpunkt vielleicht in eine professionelle Fortbildung zu investieren. Schließlich gibt es gerade in der politischen Kommunikation einige Unterschiede zur privaten Nutzung von Twitter und Instagram und Co.

Vielleicht kaufst du dir auch schon unseren Social-Media-Wahlkampfguide und siehst dir an, welche Schritte du gehen musst. Oder du entscheidest dich für ein langfristiges Coaching. Es gibt tausend Möglichkeiten, wie man sich da fortbilden kann.

Ein richtig gutes Beispiel dafür ist Julia Post, Landtagsabgeordnete für die Grünen in Bayern. Sie hat bereits 2021 eines unserer Social-Media-Coachings gebucht, obwohl noch gar nicht feststand, dass sie 2023 für den Landtag kandidieren wird. Auch das zeigt wieder: Es ist wirklich sinnvoll, sich rechtzeitig mit diesem Thema zu befassen und seine politischen Accounts schon einmal zu starten, auch wenn man vielleicht selbst noch nicht offiziell Wahlkampfkandidat oder -kandidatin ist.

Versuche auch bereits vor der Nominierung zwischen den sozialen Medien zu differenzieren und deine bevorzugten Kanäle, die auch deine Zielgruppe ansprechen, zu definieren. Sind Facebook oder Instagram überhaupt geeignet, um deine Zielgruppe zu erreichen?

2 Innere Mobilität vor dem Wahlkampf

Diese Phase ordnen wir zeitlich neun bis sechs Monate vor der Wahl ein, und sie dreht sich vor allem um organisatorische Punkte.

Zum Beispiel solltest du hier schon einmal über die Bildung deines Wahlkampfteams nachdenken und auch inhaltlich über deine Wahlkampfstrategie nachdenken.

Und wenn es ein ehrenamtliches Team ist, das dich unterstützt.

Gerade beim Wahlkampf auf Social Media geht es auch darum, die Menschen mit einer Strategie einzufangen und abzuholen. Überlege dir daher, welche Ressourcen du personell, aber auch finanziell bereitstellen kannst.

Beschäftige dich auch mit Themen wie Zielgruppendefinition und Positionierung. Überlege, welche Personen du erreichen möchtest. Mache dir aber auch inhaltlich Gedanken. Welche Themen und Schwerpunkte möchtest du setzen, um beispielsweise die CDU oder die SPD zu übertreffen?

3 Bekanntheit im Wahlkampf steigern

Diese Phase ist ungefähr drei bis sechs Monate vor der Wahl.

Ohne Bekanntheit geht bekanntlich gar nichts. Egal, ob du ein Unternehmen gegründet hast, Produkte verkaufen willst oder eben eine Wahl gewinnen möchtest. Wenn die Menschen dich nicht kennen, werden sie dich auch nicht wählen.

Das bedeutet, dass der Wahlkampf immer auch das Ziel hat, deine Person in der Politik und für die Wählerinnen und Wähler bekannt zu machen. Auch wenn du bereits einen gewissen Grad an Bekanntheit erreicht hast, gibt es immer Optimierungsbedarf.

Um dies zu erreichen, ist es entscheidend, die Strategie, die du in Phase zwei erarbeitet hast, im Netz anzuwenden. Setze diese Strategie wirklich um, poste regelmäßig in den sozialen Medien und verwandle deine Themenschwerpunkte in ansprechenden Content.

Ja, langweilige Gruppenfotos, superlangen Texte mit 50 Fachwörtern oder inhaltslose Postings wollen wir nicht mehr sehen. Stattdessen wollen wir echten Mehrwert.

Wir wollen, dass die Wähler vor Ort informiert werden.

Wir wollen, dass deine Persönlichkeit in deinem Content rüberkommt und dass das alles dazu führt, dass du in deinem Wahlkreis durch deine Social-Media-Postings extrem viel Reichweite erzeugst.

4 Start von Plakatierung und Briefwahl

Zwischen ein und drei Monate vor der Wahl wird es wirklich wichtig, dass du die Nähe zu deinen Wählerinnen und Wählern betonst. Das geht mit den sozialen Netzwerken wunderbar.

Mache beispielsweise in den Stories Fragerunden mit deiner Community, wo du noch einmal zu den Themen sprichst, die sie beschäftigen. Zeige auch Bilder und Videos von dir, in denen du dich bürgernah zeigst. Nimm sie hinter die Kulissen mit und zeige dich in Szenen mit Bürgerinnen und Bürgern.

Gerade beim Plakatieren und auch bei der Briefwahl kannst du deine Community cool über Social Media mitnehmen.

Das hatte auch jetzt im Landtagswahlkampf in Bayern unsere Politikakademie-Teilnehmerin Maria Hörtrich richtig cool umgesetzt. Sie hat ihre Community echt immer beim Plakataufhängen mitgenommen und hat abgestimmt, welches Plakat die Community besser findet. Sie hat auch immer wieder gefragt, ob ihre Plakate schon gefunden wurden.

5 Wahlkampf Endspurt

Da sind wir zu zwei bis vier Wochen vor der Wahl.

Nun kommt ein ganz wichtiger Punkt im Social-Media-Bereich hinzu, den du bedenken solltest: das Thema Wahlwerbung auf Social Media.

Du hast auf den sozialen Medien immer die Möglichkeit, organisch zu posten und auf der anderen Seite bezahlte Werbeanzeigen. Und wir haben da eben das Credo, dass es der Mix aus beidem ist, der im Endeffekt die Wahl gewinnen lässt.

Bis zu den letzten zwei bis vier Wochen vor der Wahl ist es völlig in Ordnung, wenn du nur unbezahlte organische Postings veröffentlichst. Aber im Monat vor der Wahl empfehlen wir, mit einer Wahlwerbeanzeigenstrategie herauszukommen und durch bezahlte Werbeanzeigen und spezifisches Messaging, das an ganz spezifische Zielgruppen in deinem Wahlkreis gesendet wird, hier noch einmal extra Druck zu erzeugen. Dadurch kannst du auch deine Bekanntheit so kurz vor der Wahl extrem steigern.

Schließlich befasst sich der normale Bürger oder die normale Bürgerin nicht das ganze Jahr mit deiner Kommunalwahl oder deinem Landtagswahlkampf.

Das heißt, für dich sind diese vier Wochen vor der Wahl sind extrem wichtig, um da nochmal bei der Bevölkerung dann auf den Schirm zu kommen.

Hier erfährst du mehr zu Social Media Werbeanzeigen in der Politik.

6 Der Wahltag

Am eigentlichen Wahltag solltest du hauptsächlich in der Story präsent sein und den Wahltag dokumentieren, da es Wählerinnen und Wähler sehr interessiert. Vergiss auch nicht, nochmals ganz explizit zur Wahl aufzurufen.

Wenn dich das weiterhin interessiert und du sagst: „Hey, da waren jetzt ein paar richtig coole Insights dabei, ich möchte mehr wissen“, dann empfehlen wir dir unseren Social-Media-Wahlkampf-Guide.

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